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Das Forum bietet Raum für Ansichten und Einsichten. Hier werden Beiträge veröffentlicht, die Lebensprozesse anregen und Bewusstseinsentwicklung fördern. Jede/r ist herzlich eingeladen, Gedanken, Intuitionen und Inspirationen hier mit anderen zu teilen.

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Gedicht von Maria Grommes, 28. Februar 2009
Gedanken von Maria Grommes, 8. Februar 2009
Leben im Vorübergehen
Die zarten Blatt- und Blütenspitzen der Schneeglöckchen und Krokusse,
Menschliche Begegnungen ohne Spuren,man kannte sich nur im Vorübergehen.Begegnung mit dir selbst .............. nur im Vorübergehen?Da zwingt das Schicksal dich zum Innehalten ....und du erwachst Schritt für Schrittzum Leben im HIER und JETZT !
Gedicht von Maria Grommes, 28.Januar 2009

Gedicht von Maria Grommes, 13. Januar 2009 Photo Hartmut Höllein
Zusendung von Johannes Deventer, Rinkerode im Januar 2009
Dieser Beitrag von Herrn Timo Kunze beschreibt eines der Hauptthemen und Hauptanliegen der Geomantie, insbesondere des Bereichs "Geomantie und Landwirtschaft".
DIE
ALTE
KRAFT
DES
BODENS
UND
DIE
BESEELTHEIT
MAGISCHER
ORTE
von Timo Kuntze, Dresden

Ein
Spielplatz ist für
Kinder der Ort, wo sie in ihrer kleinen bunten Welt ungezwungen und naiv sich
entfalten. So etwas braucht eigentlich jeder, um sich einmal richtig, aus ganzem
Herzen zu freuen und glücklich
zu sein. Es muss
solche geheimnisvollen Plätze
geben, um die sich Mythen und Märchen
ranken,
und wo Engel, Elfen und Geister eine Heimstatt finden. Magische
Orte, die nicht aufgeräumt
und
kontrolliert werden, die niemandem gehören
und die auch nicht ökonomisch
(aus-)genutzt werden. Die
einfach noch ihre Ursprünglichkeit
bewahrten und die der wirtschaftliche Extremismus nicht entzaubert
hat. Dort können
wir noch das finden, was uns über
die tägliche
Jagd nach Geld und Geltung erhebt. Etwas,
das uns ehrfürchtig
erschaudern lässt,
aber gleichzeitig Geborgenheit ausstrahlt. Hier eröffnet
die Stille die Möglichkeit,
in sich zu gehen, sich zu be-Sinn-en und ungestört
das Nötige
zu (v)errichten. Es
bedarf auch der Geduld, die die Zeit gibt, um dem Werk die Dauerhaftigkeit zu
verleihen.
Aus
Stille und Geduld erwuchs auch die Alte Kraft des Bodens. Sie ist eine innere
Kraft, nachhaltig und beständig.
Sie beruht auf dem Kreislauf der organischen Substanz und dem regulierenden Dauerhumus.
Sie bildet um sich ein Kraftfeld aus. Das erkennt man an seinen Auswirkungen -
also daran, wie sich die Lebewesen darin entwickeln.
An
solchen Stätten
kann man noch sorglos verweilen und träumen.
Im Traum öffnet
sich unsere Seele. Sie ist Urgrund wie der Humus für
den Boden - durch sie sind wir fest verwurzelt. [...]
Heutige
humusarme und strukturlose Äcker
erodieren wie die Menschen, die jeder bezahlten Beschäftigung
hinterher laufen. Wenn Arbeit zum Geschäft
verkommt, wandelt sich ihr Segen zum Fluch. Der moderne
Mensch verfügt
über
einen nie da gewesenen hohen materiellen Lebensstandard, für
den er alles andere preisgibt und einen künftigen
genetischen Verfall in Kauf nimmt. Vergleichsweise gigantisch nehmen sich die
landwirtschaftlichen Erträge
aus, obwohl sich Nutzfläche
wie Personaleinsatz ständig
verringern. Dabei sind wir eigentlich unfähig,
uns ohne die globale Freihandelsdiktatur bzw. der Öl-
und Chemieindustrie
selbst zu ernähren.
Die westliche Gesellschaft ist lebensuntüchtig.
Sie
muss und wird wie
etliche vorangegangene Zivilisationen, welche auch die Bodenhaftung einbüßten,
zerfallen.
Der
Boden birgt etwas Heiliges, Heilbringendes. Niemals
darf die Verbindung mit ihm abreißen.
Seine Energie überträgt
sich nicht nur in Form gesunder Nahrung, sondern ordnet und richtet unser Gemüt
auf das
Wesen-tliche aus. Dazu sollte man die Erde oft und unmittelbar spüren,
pflegen und lieben. So verschließt
sie sich nicht, bleibt einem vertraut als Teil seiner selbst. Die Alte Kraft und
die Beseeltheit ihrer Umgebung lassen sich nicht einfach nachahmen oder
wiedergewinnen, indem man einige staatlich ausgewiesene
Naturschutz-Gebiete sich selbst überlässt
und teilweise subventionierten Öko-Landbau
betreibt.
Materielles lässt
sich (nach-) machen, das Seelische muss sich von innen entfalten, darauf kommt
es an. Wie aus dem Samenkorn eine schöne
Blume sprießt,
eine nahrhafte Frucht reift oder
sich ein gewaltiger Baum aufbaut- allemal ein Wunder.
Jeder
mag es auf seine eigene Art empfinden. Entscheidend ist jedoch, dass man dabei überhaupt
etwas fühlt.
Dann können
wir nachvollziehen, dass einst vor dem Holunder grüßend
der Hut gezogen, ein Ernterest auf den Feldern zurückgelassen
oder sich bei den Tieren entschuldigt wurde, die man für
das eigene Überleben
schlachten musste.
Es
geht nicht darum, nun unbedingt mit Engeln in Verbindung zu treten oder jede
Scholle zu mystifizieren.
Damit würden
wir einen scheinheiligen Kult betreiben, wie das prinzipiell alle Religionen
handhaben. Darum
wird hier bewusst darauf verzichtet, irgendeine Methode zu empfehlen. Es bedarf
nicht unbedingt des
Studiums der entsprechenden Literatur und Veröffentlichungen
darüber.
Dies würde
in seiner Vielfalt und
Widersprüchlichkeit
eher verwirren und uns nur auf spezialisierte Randthemen ablenken.
Wer
sich hingegen beim Umgang mit dem lebendigen Boden vom eigenen Gefühl
leiten lässt,
tut wohl instinktiv das gerade Angemessene. Genau
so, wie man trinkt, wenn man Durst hat, und schläft,
wenn man müde
ist. Der besondere Boden und Ort, zu denen man eine Bindung aufbaut, stellen,
wie jeder Einzelne selbst, etwas ganz Eigenes, Unverwechselbares dar. Um
das zu verinnerlichen und harmonisch
aufeinander abzustimmen, bedarf es der ständigen
Bereitschaft, offen zu sein und immer noch
etwas dazulernen zu wollen. Ratschläge
sollten vordergründig
persönlicher
Art sein, also von Menschen
stammen, die man gut kennt, und die ihrerseits über
praktische Erfahrungen mit dem Boden verfügen.
Fehler
und Irrtümerlassen
sich nie vermeiden, aber meistens korrigieren. Die Grundhaltung stellt das ja nicht
in Frage. Beispielsweise würde
ich heute nicht mehr das Zerschneiden der Nacktschnecken empfehlen, weil ich
mich dabei schlecht fühle
und der Schneckenplage so nicht begegnen kann. Auch verwende
ich kein abgetrocknetes Gras mehr zum Mulchen, da es leicht verfilzt und den
Regen ziemlich abweist. Stattdessen nehme ich dafür
Brennesselkraut und Stroh. Letzteres isoliert durch seine hohlen und hellen,
Wärme
reflektierenden Stängel, ohne das Versickern der Niederschläge
ernsthaft zu behindern.
Zusammenfassend
gesagt sollten wir alles uns Umgebende so achten und behandeln wie uns selbst.
Dementsprechend können
wir der Muttererde einen Teil ihrer Kraft zurückerstatten,
die sie uns für
das ganze Leben geschenkt hat.
Gedicht von Maria
Grommes, 8.Januar 2009
Sonntagmorgenimpression im
Winter
durch
die Bäume
Zweige,
schneebedeckt
Wie
steif gefrorene Finger
in
den Himmel gereckt
Schnee,
noch spurlos
Stille
zu hören, zu fühlen
Beitrag von Angelika Kötter, Mai 2007
Fahrradpilgern auf dem Jakobsweg von Paderborn nach Unna
In diesem Jahr wollte ich,
40, Mutter von zwei kleinen Kindern endlich mal wieder etwas ganz alleine
machen.
So kam es, dass ich mich zu dieser 3-tägigen Fahrradpilgerreise anmeldete.
Unbedarft und ohne Erwartungen kam ich an Christi Himmelfahrt in Paderborn an.
Gleich am Bahnhof war der Treffpunkt und ich lernte neben Jutta Watzlawik die
anderen Reisegefährten kennen. Sofort ging es los in die Stadt zum Dom, zu
einer der vielen Pader-Quellen. Hier dann der erste Stop – die Reise fing an.
Wir hörten das Wasser und lauschten auf Juttas Worte, die uns mit jedem Wort
tiefer und tiefer in die Vergangenheit führte. Kirchengeschichte ebenso wie
Landesgeschichte wurden wie ein buntes Bild vor meinem Inneren Auge
ausgebreitet. Wir sind auf dem ganzen Gelände des Domes umhergewandert und
waren auch im Dom. Jutta hat hier auf viele kleine und große Dinge aufmerksam
gemacht. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes „geführt“, hier und dort
Energien zu spüren und oh Wunder, der eine spürte nichts, der andere was
anderes als der Nachbar. So konnte ich lernen, ja, jeder Mensch spürt etwas,
wenn es auch nicht immer identisch ist mit meinem Fühlen. Das war meine erste
Erkenntnis auf dem Jakobsweg. Nach dem Verlassen der Stadt radelten wir durch
Wiesen und Felder und Jutta, eine begnadete Historikerin, hatte zu jeder kleinen
Kapelle oder Kirche die passende Geschichte dabei. Hier und dort hielten wir, um
die Energien der Natur auf uns wirken zu lassen.
Geschichte mit allen Sinnen wahrnehmen, die Weite der Landschaft, der Duft der
Pflanzen, Geräusche der Fauna, Wind auf der Haut, der würzige Geschmack von
Wegeskräutern auf der Zunge. Für mich alles ein echtes Erleben, mich selber
Erleben, Spüren, „ Ich Lebe“. So ging die Fahrt weiter von Geseke über Bad
Lippstadt – Soest – Werl – Unna, um nur einige der Orte zu nennen, die ich
auf meiner Reise erspüren durfte. Kurz vor Unna waren wir uns alle einig, nächstes
Jahr gleiche Zeit ab Unna geht es weiter auf dem Jakobsweg.
Als ich in Unna in den Zug stieg hatte ich das Gefühl, Wochen unterwegs gewesen zu sein, so viel hatte ich erlebt. Selbst heute noch, Tage später, spiegelt mir das Bewusstsein Bilder und Ereignisse wider. Ich bin ganz erfüllt und freue mich schon weiter zu pilgern.
Zeichnung von Sonja Luft nach dem Tagesseminar "Der geheime Weg zu den Externsteinen" im Juni 2006

Beitrag von Sabine Grimm, zum Thema "Vollmondspaziergang im Wildpark Schloss Cappenberg".
Juni 2006.
Eine
Vollmondnacht
Event
am 12.05.2006

Vollmondspaziergang
im Wildpark Cappenberg mit Picknick zur Geisterstunde am Fuße des Cappenberger
Schlosses mit Blick auf den Rosengarten unter dem Himmel über Cappenberg.
… Und der Vollmond
begleitete uns leuchtend dabei.
Ich hatte eine Einladung von
Jutta Watzlawik, Diplom-Agraringenieurin (FH) · Theaterpädagogin · Indologin
(M.A.), zum Vollmondspaziergang am 12.05.2006 erhalten. Ich war schon sehr
gespannt und habe mich darauf gefreut.
Wie es so oft im Leben
vorkommt, hatte sich der Tagesverlauf an diesem betreffenden Tag, ohne mich zu
fragen, verselbständigt. Und so kam es, dass ich der Zeit hinterher rannte und
mich um 20.30 Uhr noch in Dortmund-
Derne bei der Bearbeitung eines neuen, gemeinsamen Projektes mit Baeredel
aufhielt.
Eigentlich glaubte ich nicht,
dass ich es noch schaffen würde, pünktlich um 21.00 Uhr am Treffpunkt
„Eingang Wildpark Cappenberg“ einzutreffen. Das Gesetz von Zeit und
Geschwindigkeit würden das nicht zulassen, da war ich mir sicher.
Aber ich habe mich trotzdem
auf den Weg gemacht.
Nachdem der Tag sehr heiß
gewesen war, begann es plötzlich zu regnen. Ich hatte es aufgrund meines
Zeitdefizits nicht geschafft, mich auf den Spaziergang vorzubereiten. Gerne hätte
ich mir sportliche Kleidung angezogen, jedoch reichte die Zeit hierfür nicht
mehr aus, geschweige denn an
Regenkleidung zu denken. Und weil im Kofferraum kein Kleiderschrank ist, überlegte
ich kurz, ob ich das Risiko wirklich eingehen wollte, vielleicht bei einem Guss
klatschnass zu werden, oder ob ich, unvorbereitet, wie ich war, doch besser
heimfahren sollte.
Ich entschied mich allerdings
dann dafür, die Verabredung einzuhalten, und so fuhr ich in meinem schicken
„Sommeroutfit“, Sommerkleid und Sandalen mit hohen Keilabsätzen,
vortrefflicher Weise zum dortigen Treffpunkt.
Genau fünf Minuten kam ich
zu spät, hatte jedoch das Glück, dass Jutta Watzlawik mit ihrer Gruppe noch
gewartet hatte.
Ja, und um zehn nach neun
gingen wir dann in den Wildpark hinein. Hinter uns wurde das Tor von dem Falkner
des Wildparks von außen verschlossen, und so waren wir allein im Wildpark
Cappenberg.
Es war der Beginn der Dämmerung.
Es gelang mir jedoch, noch ein paar Fotos mit meinem Handy zu machen. Zunächst
machten wir Station bei einer Baumgruppe. Alle Bäume wirkten sehr erhaben gegen
die Dunkelheit. Einer von ihnen hatte einen so dicken Stamm, dass wir ihn mit
einem Kreis von fünf
Personen, die sich an der Hand hielten, umfassen konnten. Auf dem See in
der Nähe hatten die Schwimmvögel sich schon zur Ruhe begeben. Eine Wildgans
zog noch ihre abendliche Bahn durch das ruhige Wasser, das in ein zauberhaftes
Licht getaucht war. Der große Vollmond leuchtete über allem, und es herrschte
eine mystische Atmosphäre.
Direkt über dem Vollmond
prangte ein leuchtender, flimmernder Stern. Einige von uns dachten gleich an die
Venus, den Liebesstern.
Es war jedoch der Glücksstern
Jupiter, wie später von Jutta Watzlawik zu erfahren war.
Am Anfang des Spaziergangs
hieß es, dass wir sicher 4 oder 5 Stunden unterwegs sein würden. Geglaubt
hatte ich das nicht wirklich. Doch es war so eine tolle Stimmung, die ruhig so
lange hätte weiter anhalten können, dachte ich.
Fledermäuse umflogen uns,
und die Natur pur schien nur für uns da zu sein. Da spielte es keine Rolle,
dass wir teilweise glaubten, in der Nähe würde ein Open Air Festival
stattfinden. Wahrscheinlich kam die Stimmungs- und Discomusik von der, in der Nähe
liegenden, Jugendherberge. Aber all das, genau wie es war, passte zueinander.
Wir konnten es alle genießen, denke ich. Bald fanden wir einen Platz, etwas
abseits auf dem Rasen, auf dem wir, die Spaziergänger der Vollmondnacht, des
12.Juni 2006, wie die alten Schamanen auf die Naturgeister achten wollten.
Wir setzten uns kreisförmig
im Gras nieder, und ein Maikäfer kam geflogen und setzte sich laut brummend bei
einer Kameradin auf die Jacke. War er etwa einer der Naturgeister?
Jeder stellte eine Kerze vor
sich und deren Licht flackerte während des Klanges der Trommel. Der Vollmond,
mit dem Jupiter über ihm, leuchtete über allem. Nach ca. einer halben Stunde
setzten wir unseren Weg fort. Auf einmal fühlten wir alle uns von vielen Augen
beobachtet. Wer war das bloß? Wir starrten nach links in die Dunkelheit. Und da
starrten uns ganz viele Augenpaare an. Es war das Damwild. Bestimmt zwanzig
Tiere standen wie angewurzelt in Gruppen und sahen uns neugierig an. Wir blieben
ganz ruhig stehen und bewunderten gebannt das Naturschauspiel, das vielleicht
drei Minuten dauerte. Ich dachte noch, wie gut, dass die Tiere sich nicht einig
sind, auf uns los zu galoppieren und uns umzuwerfen. Doch sie standen ganz
friedlich, und wir alle sahen uns an. Da plötzlich setzte ein Wildtier sich in Bewegung, und diesem
einen folgten die anderen. In rasendem Galopp liefen sie weg von uns und in den
nahen Wald hinein. Fasziniert von dieser Begegnung gingen wir weiter, und nach
einer Weile schritten wir durch ein Tor. Es war gegen 23.00 Uhr, und der
Vollmond hatte uns trotz der späten Stunde bisher viele lichte Momente präsentiert.
Ab dem Bereich Quinnberg, auch Frauenberg genannt, am Beginn des Waldes war es
plötzlich stockdunkel. Von einer
eigenartig gespannten Stimmung umgeben, traten wir in den dunklen Wald.
Die Luft stand. Kein Blatt
schien sich zu regen. Es war still um uns herum. Selbst die Discomusik aus der
Ferne war verklungen. Wir schritten einen Hügel hinauf.
Die Bäume des Waldes, deren Schatten sich von der Dunkelheit
abzeichneten, ragten neben uns wie starre Geister steil empor. Wir sprachen
leise, denn wir wollten ja keine Tiere bei ihrer nächtlichen Ruhe stören. Nach
einer ganzen Weile verließen wir den normalen Weg und gingen mitten in den Wald
hinein. Jutta Watzlawik führte uns zu einem Schrein, mitten im Dickicht. Wir
entdeckten dort einen wunderschönen großen Stein mit Ornamenten, der ca. 1
Meter Durchmesser hatte. Wir waren davon sehr beeindruckt. Jeder von uns zündete
seine Kerze an, die wir auf diesem Stein abstellten. Es war ein schöner Moment,
und wir genossen ihn und das Empfinden dort zu sein. Wir reichten uns die Hände,
und als wir alle in einer Kette verbunden waren, sollten wir uns etwas wünschen.
Die einen fassten ihren Wunsch in Gedanken, die anderen
kleideten ihn in Worte. Jutta Watzlawik sorgte dabei für Weihrauchduft,
indem sie ein Zedernholz anzündete. Dieser Duft untermalte unsere
phantastischen Stimmungen.
Der Platz an dem Stein war so
schön, und es war sehr warm dort, dass wir am liebsten noch etwas länger dort
geblieben wären. Doch nach ca. einer halben Stunde hieß es: „Auf, auf, zum nächtlichen
Picknick am Cappenberger Schloss.“
Nach einiger Zeit erreichten
wir wieder den Waldweg und gingen zurück, um den Wald wieder zu verlassen. Nach
einer Weile kamen wir wieder an dem Tor an. Als ob dieses Tor zwei Welten
trennte, war es, nachdem wir es passiert hatten, wie abgeschnitten, etwas heller. Der dunkle Wald hatte uns
entlassen, und der Wildpark leuchtete
uns im Glanz des Vollmondlichtes entgegen. Obwohl der Vollmond sich zeitweise hinter seinem Hof verbarg, war seine
Leuchtkraft enorm ausdrucksstark. Auf
unserem weiteren Weg zum Schloss hin durchschritten wir verschiedene
Temperaturströmungen. An manchen Stellen war es kühl, an anderen wiederum
vollkommen warm. Wir stiegen den
Berg zum Schloss hinauf.
Es war Mitternacht, als wir
die Terrasse von Schloss Cappenberg erreicht hatten. Jutta Watzlawik breitete eine schneeweiße Tischdecke
zwischen zwei Säulen auf der Terrasse, am Rande der obersten Stufe, als
Picknickdecke aus. Darauf legte jeder seine mitgebrachten Picknickgaben. Am Ende
war der Tisch mit Rotwein, Tee und allerhand Leckereien gedeckt. Zum Picknick
setzten wir uns ringsherum. Ich nahm auf der ersten, unter der Terrasse
liegenden, Stufe Platz. Es gab für
mich den Anschein, im Mondschein vor einem gedeckten Tisch zu sitzen. Die
Steine, auf denen wir saßen, hatten eine Wärme, als würden sie durch eine Fußbodenheizung
erhitzt. Diese Wärme übertrug sich auf mich. Wir plauderten und genossen den
Blick auf den vom Vollmondlicht verzauberten Rosengarten. Und über dem Vollmond leuchtete sein Freund, der Jupiter.
Eigentlich wären wir gerne
noch länger sitzen geblieben, doch nach ungefähr einer halben Stunde hatten
wir alles aufgegessen und leer getrunken. Da wir ja noch ein ganzes Stück Weg
zum Ausgang zurückzulegen hatten, räumten wir zusammen und brachen allmählich
auf. Unser Weg führte uns die Wege zurück, die wir auch hingekommen waren. Der
Wildpark- Teich lag jetzt vollkommenen im Dunkeln, und nichts bewegte sich mehr
auf der Wasseroberfläche. Unsere Gruppe versammelte sich noch einmal um den
alten Baum. Hand in Hand
bildeten wir einen Kreis um ihn, und zum Abschluss unserer gelungenen
Vollmondnacht- Wanderung meditierten wir noch mal. Dann gingen wir langsam in
Richtung Tor und verließen zögerlich diese traumhafte Umgebung mit ihrer
tollen Atmosphäre, den Wildpark Cappenberg. In ihm waren uns so viele Wunder
begegnet.
Insgesamt möchte ich sagen:
Der Regen war Gott sei Dank ausgeblieben, so dass nichts diese schöne Wanderung
störend beeinträchtigen konnte. Es war ein wunderschönes Erlebnis, das ich
wohl niemals vergessen werde.
Ganz stolz bin ich auf das Erinnerungsfoto vom Vollmond des 12. Juni 2006. Jupiter, der über ihm thronte ist auf diesem Bild jedoch nicht zu erkennen, weil Die Herausforderung, ihn aus der Entfernung einzufangen, für mein Handy zu groß war.

Beitrag von Monika Coenen zum Thema "Bienen". Juni 2006.
Kommt
der Frühling nur mit einer Blume? Nein, er kommt mit vielen Millionen von
Blumen. Dann kommen die Bienen und all diese große Bewegung in der Natur
beginnt. Und damit entsteht eine Gesamtheit.
(Meister Béinsa Duno)
Beitrag von Monika Coenen zum Thema "Schafe". Juni 2006.
Jutta mit ihrer Herde und Luchsi, Troll und Wichtel. Foto Monika Coenen
"Alles,
was ist, ist ein Gedanke", sagte Johannes Wanderer, „und alle Gedanken
reden und bilden sich Gestalten im Stoff, gute und böse. Es ist um Pfingsten,
Veronika, und der Geist ist stärker in allem Leben als sonst. Darum merkst du
es deutlicher, was die Bäume flüstern und die Blumen in ihren Kelchen bergen.
Auch die Tiere ahnen die Feiertage der Welt. Siehst du nicht auch, daß Magister
Mützchens roter Hut besonders leuchtet und daß Mutzeputz und Zottel froher
sind als im Alltag?"
Wahrhaftig, Magister Mützchens Hut glänzte auffallend in der Sonne. Mützchen
stelzte vorsichtig und gravitätisch an einem Radieschenbeet vorbei, und es kam
Veronika vor, als wenn die Radieschen über ihn lachten.
„Ärgere dich nicht, Mützchen", rief sie ihm zu, „die Radieschen sind
immer ein bißchen vorlaut und bissig."
Magister Mützchen tat, als berühre ihn das alles gar nicht. Was gingen ihn die
Radieschen an? Dazu war er viel zu großartig."
(aus: Manfred Kyber - "Die drei Lichter der kleinen Veronika")
Gegenüber den Radieschen ist das Schaf als sanft und mitfühlend bekannt.
Weiter weiß die chinesische Astrologie: es vergibt leicht und hat Verständnis
für die Fehler anderer. Das zahme Äußere des Schafes täuscht über seine
innere Entschlossenheit hinweg. Wenn bedroht, kann es leidenschaftlich und
beherzt reagieren, obwohl ihm Streit zuwider ist. Die Chinesen glauben, dass dem
Schaf das Glück lacht, weil es ein gutes und reines Herz hat.
In der chinesischen Mythologie entstanden Himmel und Erde aus einem Wirbel von
eiförmiger Gestalt, in dessen Mitte sich "Pan Gu", ein menschenähnliches
Wesen formte.
Ob "Pan Gu" mit dem griechischen Hirtengott "Pan" außer der
Namensgleichheit Gemeinsamkeiten hatte, ist mir nicht bekannt. Dieser jedenfalls
ist Schutzpatron der Hirten und Herden, dem Steinbock" zugeordnet, und auch
der Gott des Waldes und der Weiden.
Unter verschiedenen Gesichtspunkten hat Rudolf Steiner immer wieder über die
physischen, seelischen und geistigen Zusammenhänge des Menschen mit den
verschiedenen Naturreichen aber auch mit übersinnlichen Wesenheiten und Welten
gesprochen, die in alten Zeiten des instinktiven menschlichen Wahrnehmens auch
gewusst wurden aber vergessen sind, weshalb sie heute nur noch Namen darstellen.
Den "Erdgeist", von dem Steiner spricht, nennt der Geomant Marco
Pogacnik beim Namen, nämlich Pan. Die Systematik der Hierarchien (Steiner) bzw.
der Entfaltungsebenen (Pogacnik) ist beinahe identisch. Danach verkörpert Pan
"die oberste Instanz unter den Wesen des Erdelements, zuständig für die
Gesamtheit des Naturlebens in einem, bestimmten Bereich, erfüllt durch stilles
Bewusst-Sein der Lebensprozesse die Natur in seinem Bereich mit dem Sinn ihres
Seins, ist an jedem Platz und in jedem Bruchteil der Landschaft anwesend"
und hilft u.a. den Schafen bei der Erfüllung ihrer "kosmischen
Aufgabe", dort, "wo verschiedene Naturreiche sich berühren".
Nach den Erfahrungen der Geomantin Jutta Watzlawik: "(..) scheint es die
Eigenschaft einer Schafherde zu sein, die Aura des landwirtschaftlichen
Betriebs, der sie zugehörig ist, auszudehnen. Die horizontal verlaufenden
feinstofflichen Kraftströme werden durch die Schafe angeregt, so dass insgesamt
ein regerer Austausch zwischen den Pflanzen auf einem Feld, aber auch zwischen
den Feldern stattfindet. Die Pflanzen werden „wacher“, sind angeregt, und
dieser Zustand ist jeweils als beschwingte Lebendigkeit für einige Tage
wahrnehmbar."
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es z.B. auch noch üblich, Baugrundstücke
eingehend geomantisch zu untersuchen. Man schaute nach „Zeigerpflanzen“, die
Auskunft über das energetische Niveau des Grundstücks geben konnten, und
betrachtete die Wuchsform der Bäume. Auch ließ man Kühe oder Schafe auf dem
Baugelände weiden, um dort, wo die Tiere lagerten, einen für Menschen
geeigneten Platz zu finden.
"Wie reizvoll es ist, eine gesättigte Herde, hingelagert auf der Weide, zu
betrachten, dieses Geschäft des Verdauens zu beobachten, das sich in der Lage
wiederum, in dem Augenausdruck, in jeder Bewegung ausdrückt“ schreibt
Steiner, "es ist ganz Verdauung, das Tier“.
Wenn die Tiere satt sind, eins nach dem anderen sich ablegt, einmal hoch schluckt,
die Augen leicht verdreht, in einen leichten Dämmerzustand fällt; wenn das
beruhigende, malmende Geschmatze aus hunderten von Mäulern zu einem Klang
erwacht, wird das Wesenhafte der Herde zur Präsenz eines derart sonst selten
erlebbaren Friedens.
Aufgrund seiner vielseitigen Nützlichkeit war das Schaf Inbegriff des Lebens.
Es gab Speise und Trank, Kleidung, ermöglicht die Herstellung von Horn- und
Saiteninstrumenten, "garantiert" als Opfertier gute Beziehungen zur
Gottheit und brachte Vergebung und Heil und Trost.
Heute sind Wolle und Fleisch die zwei Hauptprodukte. Der Sekundäreffekt, die
Landschaftspflege, rückt aber immer mehr in den Vordergrund. Viele Hauptweideflächen
sind Biotope. Seit dem Aussterben der kleinen Dorfschäfereien liegen seit
Jahren kleinere Schafweiden brach. Diese Flächen verbuschen und verwildern. Der
Erhalt und die Pflege dieser Flächen mit ihrer typischen Flora und Fauna ist
auch heute auf ökologische und kostengünstige Weise nur mit Schafen und auch
mitgeführter Ziegen, die Holziges besonders gerne naschen, möglich. Wobei
nicht selten gerade in Naturschutzgebieten und gerade von besonders
naturliebenden Wanderern die Empörung und Klage über die aufgefressene unter
Naturschutz stehende, höchst seltene Orchidee oft groß ist und es einiger
geduldiger Erklärungen bedarf, dass gerade dadurch, durch den Schutz vor
Verbuschung der Bestand der kostbaren Pflanze geschützt wird, auch wenn ein
paar Blüten gerade mal so besonders gut geschmeckt haben….